Traumdeutung

Anker

Wenn er ausgeworfen wird, ist es im übertragenen Sinn der Rettungsanker, an den wir uns klammern und der hoffen lässt, das ein Problem mithilfe anderer rasch gelöst werden kann. Wird er aufgezogen, schwindet dem entsprechend eine Hoffnung dahin, wird also eine Veränderung in unserem Leben eher zu unseren Ungunsten ausfallen. Geht ein Schiff mit dem aufgezogenen Anker auf große Fahrt, können wir unserem Leben eine andere Richtung geben. Ob dies positiv zu sehen ist, ergeben andere Symbole aus dem Traumbild.

Baum

Archetypisches Symbol des Lebens, auch als Lebens- oder Stammbaum gedeutet. Wer von einem Baum träumt, kann auf Erkenntnisse hoffen, die ihm im Wachleben weiter helfen werden. Hohe Bäume lassen auf besondere Ehren schließen, blühende auf persönliches Glück, fruchttragende auf Erfolg in naher Zukunft, dürre Bäume aber deuten auf schlechte Geschäfte hin. Wer vom Baum stürzt, dem fällt es schwer, die eigene Lage richtig zu beurteilen. Wer auf einen hohen Baum klettert, wagt sich auch im Wachleben meist etwas zu weit vor und kann darum umso leichter fallen.

Bett

Das Bett ist der Ort der Geborgenheit, in dem uns manchmal tiefe Beunruhigung erfasst. Im Wachzustand sollte man diesem Eindruck nachgehen, weil es auf verborgene seelische Störungen hinweisen könnte. Ist das Bett frisch bezogen, könnte das Glück in der Liebe bedeuten und anders herum Pech in der Liebe, wenn das Bett schmutzig ist. Ein leeres Bett signalisiert die seelische Einsamkeit des Träumers. Wer Bettgeschichten im Traum erlebt, könnte mit seinem Sexualleben unzufrieden sein und möchte mehr, als er sich vielleicht zutraut.

Diamant

Der reinste und härteste Edelstein wirkt als Symbol der psychischen Ganzheit. Oft umschreibt er klare Gedanken, die sich auf den Lebenserfolg konzentrieren, die feste Haltung gegenüber Mitmenschen, die uns weichmachen wollen.

Drache

Der Kampf mit dem Drachen umschreibt die Auflehnung des Träumenden gegen sich selbst und seine Gefühle. Der weibliche Drache stellt oft symbolisch die Rabenmutter dar, die ihr Kind ablehnt. Ein Drache, der Ekel erzeugt, weist auf ernste Gefahren hin.
Eine unglückliche Wendung im Leben bedeutet ein sich vom Träumer abwendender Drache.

Engel

Der Engel will uns seelisch den richtigen Weg weisen, der manchmal auch ein Ausweg aus persönlichen Schwierig-keiten sein kann. Der Engel deutet an, dass wir Hilfe brau-chen, weil wir alleine nicht mehr weiter kommen.
Wer sich selbst als Engel sieht, sollte seine Einstellung im Wachleben überdenken und ernsthaft prüfen, ob er sich wirk-lich so engelhaft verhält. Vielleicht muss man sich auch von etwas Liebgewordenem trennen oder wird weggeholt in eine fremde Umgebung.

Flugzeug

Flugzeuge jagen durch unseren Kopf, schießen über uns hinweg, verwirren uns. Meistens sind Flugzeuge ein Alarmzeichen der Seele. Der allzu fröhliche Lebenswandel sollte aufs Maßvolle zurück geschraubt werden. Wer in einem Flugzeug reist, will belastendes zurück lassen. Und obwohl wir mit einer hohen Geschwindigkeit fliegen, können wir kaum hoffen, dass unsere Sorgen oder Schwierigkeiten genauso schnell überwunden werden können. Denn die Seele hält die Reise mit dem Flugzeug für gefährlicher, als sie tatsächlich ist. Positiv kann man eine solche Reise als Vermittlung weit reichender Gedanken auslegen, die uns nur so zufliegen, aber sie kann auch als ein Loslösen von unangenehmen Belastungen verstanden werden.

Geschenk

Geschenke lassen sich nicht immer eindeutig einordnen. Meist sind sie mit einer Umwandlung des bisherigen Lebensstils verbunden, da uns bisher vielleicht nichts geschenkt wurde.
Die Traumforscher im alten Ägypten glaubten, dass Geschenke, die man bekommt, auf eine spürbare Besserung der eigenen Verhältnisse hinweisen können.

Kaktus

Die charakteristischen Stacheln dieser Pflanze sind ein Sinnbild für Abwehrbereitschaft, aber auch für entschlossenes Handeln. Es ist ein Hinweis für das Wachleben, ruhig einmal jemanden auszustechen, der mit rücksichtslosen Mitteln arbeitet.

Katze

Die Katze umreißt die katzenhafte Freiheit, die zwar mit Samtpfötchen das Ziel ihrer oft erotischen Wünsche zu erreichen versucht, aber dann mit scharfen Krallen zupackt und nicht mehr los lässt. Symbolisiert auch die wilde Katze im Wesen einer Frau, das Triebhafte, das im Wachzustand oft überdeckt und nur im Traum in Gestalt der Katze offenbart wird. In Männerträumen ist die Katze manchmal Ersatzbild für die Frau, die man sexuell besitzen möchte. In Frauenträumen steht dieses Traumbild auch für charakterliche Eigenschaften wie ausgeprägte Individualität, Egoismus und ein unruhiges Wesen.

Kompass

Mit ihm ortet der Träumer einen Weg, der ihn aus einer verfahrenen Situation herausführen kann.

Krone

Das Symbol der Macht, das ihren Missbrauch einschließt. So deutet die goldene Krone darauf hin, dass man sich seinen Mitmenschen gegenüber erhaben fühlt und Gefahr laufen könnte, über das Prestige sein eigenes Herz zu vergessen. Die Dornenkrone zeigt Leid an, Die Myrthenkrone eine Hochzeit (das braucht nicht unbedingt die eigene zu sein) oder den Beginn einer neuen, glücklicheren Zeit.

Leuchtturm

Das große Licht, das uns aufgeht, der Wegweiser auf dem Lebensweg, dessen nächste Station schon erhellt ist. Der Leuchtturm lässt immer Positives aufleuchten.

Palme

Ihre Zweige sind Zeichen des Friedens, die nach Artemidoros sogar Kindersegen versprechen sollen. Sieht man sich auf eine Palme klettern, bringt uns im Alltagsleben manches auf die Palme. Ansonsten umschreibt sie auch die Sehnsucht nach sonniger Ferne.

Pilze

Wer als Kenner Pilze sammelt, kennt die eigenen Schwächen, aber auch die seiner Mitmenschen und zieht daraus Nutzen. Wenn man dagegen Pilze im Traum nur isst, muss man sich mit kleineren Erfolgen begnügen. Da der Genuss gewisser Pilze rauschartige Zustände hervorrufen und ihre Form auf das männliche Geschlechtsteil hinweisen kann, werden Pilzträume von einigen Psychoanalytikern manchmal auch sexuell gedeutet.

Regenschirm

Er umreißt unser Schutzbedürfnis gegen alle Gewalten der Natur. Ein alter Mann zum Beispiel, der sich im Traum verzweifelt bemüht, seinen verlorenen Regenschirm wieder zu finden, versucht vielleicht im Wachleben krampfhaft, eingebüßte Sexualkraft wiederzugewinnen. Eine Frau, die den Schirm aufspannt, will sich eventuell eines aufdringlichen Verehrers erwehren.

Rose

Die Blume der Liebe beglückt uns auch im Traum und deutet auf sehr Gefühlvolles hin. Die Größe ihrer Blüte lässt besonderen Reichtum der Seele und ein weites Herz erkennen. Die Nähe des Kreuzes, symbolisiert durch die Dornen, ist nicht zu übersehen. Neben dem Glück und der Beglückung liegen eben manchmal auch abgrundtiefes Leid und vergängliche Schönheit. Man achtet ebenso auf die Farbe der Traumrose, aus der sich weitere Deutungs-hinweise ergeben.

Sanduhr

Die Sanduhr im Traum weist auf die unwiederbringlich verrinnende Zeit in einer bestimmten Angelegenheit hin, die uns sehr zu schaffen macht. Wer träumend eine Sanduhr sieht, dem verrinnt meist die Zeit zu schnell, der möchte den Augenblick festhalten und nicht an das Morgen denken. Manchmal bedeutet der Traum auch die Trennung von etwas Liebem oder den Verlust eines nahe stehenden Menschen; genaueres lässt sich anhand weiterer Symbole deuten.

Schlange

Seit der Vertreibung aus dem Paradies wird der Schlange mit Furcht und Argwohn begegnet. Eine Schlange, die aus dem Dunkel auftaucht, bedeutet die Furcht, ein sorgsam gehütetes Geheimnis könne an das Tageslicht dringen. In Frauenträumen ist eine gelbe Schlange die Angst vor der Begegnung mit männlicher Sexualität.
Dunkle Schlangen können den Träumenden auf eine Umstellung seiner bisherigen Lebensführung hinweisen, grüne auf Energien im Körperhaushalt, die man noch einsetzen könnte. Mit anderen Symbolen zusammen kann die Schlange jedoch sehr positiv gedeutet werden, nämlich als etwas Heilendes. Häutet sich die Schlange, wird das als Befreiung von einer Krankheit oder auch von einem Leiden gedeutet.

Uhr

Oft ist sie im Traumbild die Lebensuhr und übersetzt die Angst, dass das Leben zu schnell vergehen könnte. Man achte auf die Zeiger, welche Tageszeit sie anzeigen, um genaueres zu erfahren. Ist es kurz vor Zwölf, kündigt das Unbewusste zum Beispiel an, dass eine Angelegenheit, die vielleicht gerade Ansteht, schleunigst erledigt werden muss. Es kann sich natürlich ebenso um Lebensabschnitte handeln, die von der Uhr im Traum angezeigt werden.